Namensentwicklung – Der Name ist kein Zufall

Kreativität versus konfliktfreier Verwendung
Der Kreativprozess kann mit Einbezug des Auftraggebers oder nur innerhalb von Facing oder bei Bedarf mit ausgewählten externen Spezialisten durchgeführt werden. Grundsätzlich ist es meist von Vorteil, wenn die Verantwortlichen Produktentwicklung oder Marketing in den Kreativprozess miteinbezogen werden. Dadurch kann bereits existierendes Expertenwissen zur Identifikation von semantischen Suchfeldern genutzt werden.
Wichtig bei einer Namensentwicklung ist, den finanziellen und zeitlichen Aufwand für die Recherchen nicht zu unterschätzen und in der Projektplanung zu berücksichtigen. Bevor rechtliche Abklärungen (Identitäts-, Ähnlichkeits- und Firmennamenrecherchen) vorgenommen werden können, muss das geografische Einsatzgebiet des Namens bestimmt und das Produkt bzw. Dienstleistungen präzise bezeichnet werden.Zusätzlich zum Markenschutz sind die Prüfung der Verfügbarkeit (insbesonders Domainnamen) und auch sprachlich konfliktfreien Verwendung sicher zu stellen (Bedeutungsgehalt in Fremdsprachen, Aussprache, Verwechselbarkeit). Qualitative Namenstests oder quantitative Kundenumfragen können die Entscheidungsfindung vereinfachen.Bei Bedarf können wir auf eigene Partner in den Bereichen Markenschutz, Sprachprüfungen und Marktforschung zurückgreifen. Eine Zusammenarbeit mit bestehenden Partnern bzw. internen Abteilungen ist selbstverständlich ebenfalls möglich.


Die wichtigsten Kriterien und Grundlagen für die Namensentwicklung


Die Suche nach dem Unverwechselbaren


Eine der wesentlichen Aufgaben des Markennamens besteht darin, dem Produkt oder dem Unternehmen eine Persönlichkeit zu verleihen. Der Name muss einen unverwechselbaren Charakter zum Ausdruck bringen.Wir entwickeln Markennamen, die einen wesentlichen Beitrag zur Schaffung von Markenbekanntheit und Markenpositionierung leisten. Der passende Markenname unterstützt die Bekanntheit und vermittelt gleichzeitig das gewünschte Markenimage.
 
Die Erfolgschancen eines Namens steigen mit seiner Eigenständigkeit und seiner Innovationskraft.
 
Im Namen muss die Markenpositionierung überzeugend auf den Punkt gebracht werden. Die Vermittlung der positionierungsrelevanten Assoziationen bilden die Basis für eine erfolgreiche Namenskreation. Die Marke gewinnt eine zusätzliche Erlebnisdimension und erlaubt so den Aufbau und die Kommunikation eines Zusatznutzens.

Beispiele für Namensentwicklung


 
Sanagate / CSS Versicherung
Für die neue Krankenversicherung sollte eine Bezeichnung gefunden werden, welche sich im Krankenkassenumfeld klar differenziert und eigenständig ist. Die Bezeichnung sollte sich ausserdem eindeutig von der Muttergesellschaft abgrenzen, eine zielgruppenorientierte Namen- und Sprachwahl berücksichtigen und schweizweit, unabhängig von der Sprachregion funktionieren. Unter den Aspekten der Aussprache und Tonalität musste der Name gut aussprechbar sein, beim Zielpublikum Sympathien erwecken und sich offen, einfach und direkt anhören. Schliesslich sollte die neue Bezeichnung eine fliessende Melodie haben und mehrsprachig (Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch) anwendbar sein.
 
 

 
Travelhouse
Die im Tourismusgeschäft tätige RBM-Gruppe will sich ein klares Profil geben und ihren Bekanntheitsgrad bei Endkunden erhöhen. Ausgehend vom Business Modell und einer neuen Markenstrategie erarbeitet Facing über 1100 Namensvorschläge und führt mit dem Management einen Namensentwicklungsprozess durch. Aufgrund von Schlüsselerkenntnissen bei der Marktforschung und der rechtlichen Beurteilung ausgewählter Vorschläge, entscheidet sich das Management für den neuen Namen «Travelhouse». Das neue Bildzeichen «th» wirkt als zusätzliche Qualitätsauszeichnung. Die Verbindung «t» und «h» symbolisiert den Weg als Ziel jeder Reise.
 
 

 

Collection Royale / SCHULER St. JakobsKellerei

SCHULER St. JakobsKellerei handelt mit Weinen aus aller Welt. Um Qualität, Charakter und Geschmack für eine Region zu vermitteln werden Marken kreiert. Facing wurde beauftragt für französische Weine eine Marke zu entwickeln und dazu das Design für die gesamte Linie auszuarbeiten. Mit dem Namen Collection Royale ist diese Linie auf dem Markt erhältlich.
 
 

 
Villago / SAM Architekten und Partner AG
Für das Wohnbauprojekt «Schönau» in Männedorf, eine Wohnüberbauung mit 36 Wohneinheiten auf dem ehemaligen Land der Villa Schönau unmittelbar am Zürichsee, kreierte Facing den Projektnamen «Villago». Der Name suggeriert die Nähe zum See, weist auf den Dorfcharakter der Wohnüberbauung hin, erinnert an die Villa «Schönau» und vermittelt über die Phonetik ein mediterranes Lebensgefühl. Facing entwickelt unter dem neuen Namen «Villago» eine Marke auf Zeit und setzt in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro und der Verkaufsagentur ein umfassendes Massnahmenpaket an Kommunikationsmitteln und Aktivitäten um.
 
 

 
SuissE+ / Swissgrid
Swissgrid wickelt für den Bund die Einspeisevergütung der Stromproduzenten in das Hochspannungsnetz ab und stellt Herkunftsnachweise  für Elektrizität aus. Immer mehr Produzenten stellen Ökostrom her. Die gegründete Stiftung ist dabei zentrale Ansprechstelle für Förderanträge und die Förderung von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz. Der Name soll den nationalen Wirkungskreis widerspiegeln, das E steht für erneuerbare Energien und das «Plus» nimmt Bezug auf den Förder- und Nachhaltigkeitsgedanken. Der Schriftzug soll Seriosität und Transparenz sowie Sicherheit und Vertrauen ausstrahlen. Farblich gesehen ist der Bezug zur Ökologie mit einem natürlichen Grün naheliegend.
 
 

 
Textilien / Coop
Coop City führte im Textilsegment drei Eigenmarken ein, die unterschiedliche Stilrichtungen repräsentieren. Die Eigenmarkennamen sollen mit dem jeweiligen Sortiment und der entsprechenden Stilrichtung assoziiert werden. Sie müssen von einer breiten Altersgruppe (30–60 Jahre) verstanden und trotz Individualität eine Zusammengehörigkeit ausstrahlen. Facing entwickelte die Namen «missyou», der moderne, modische Freizeitlook, «needyou», Basics für den Alltag und «firstyou», der klassisch, elegante Businesslook.
 
 

 
Timy / Coop City
Coop City will eine einzigartige Werbefigur einführen, die zu einem starken Sympathieträger für das Warenhaus von Coop wird und einen zusätzlichen Einkaufsanreiz für Eltern und Kindern schafft. Facing entwickelt den Namen «Timy». Dieser erfüllt das Anforderungsprofil für eine positive Wahrnehmung im Markt: Hohe Wiedererkennbarkeit, positiver Charakter, kurz und einprägsam.


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